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Angesichts der westlichen Kriegshetze und der
drohenden Eskalation zu einem Weltkrieg gegen die islamischen Länder
erweist sich die deutsche Rest-Linke als diskursunfähig. Sektiererische
Positionen und Gegenkritiken werden als Material dokumentiert in der Hoffnung
auf eine fruchtbare Auseinandersetzung.
INHALTSVERZEICHNIS, DEUTSCHE
LINKE UND DIE KRITIK AN ISRAEL: EIN READER
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Wildcat-Zirkular Nr. 56/57:
Antisemitismus und die Grenzen des Klassenbegriffs
Der folgende Text will versuchen, entlang der
Antisemitismus-Diskussion, die mit dem Auftreten der Intifada und dem Zweiten
Golfkrieg in der Linken verstärkt geführt wurde, das herauszuschälen,
was für eine revolutionäre Diskussion wichtig ist. Um letzteres
geht es nämlich in der Mainstream-Linken kaum noch, "Anti-Antisemitismus"
ist mehr zu einem sozialen und politischen Erkennungszeichen unter Linken
geworden. Die hier angenommene Bedeutung des Antisemitismus für die
Grenzen einer Klassenpolitik interessiert die Linke schon lange nicht mehr,
weil der "Abschied vom Proletariat" und von der Revolution ohnehin bereits
genommen wurde. Ich will aber auch nicht ein weiteres Mal das Verhältnis
"Arbeiterbewegung und Antisemitismus" beschreiben [1], sondern auf dem
Hintergrund einer Kritik der traditionellen Arbeiterbewegung und der Tradition
der Kritik der Arbeit mich diesem Thema nähern. Welche strukturellen
Schwächen und welche kategorialen Unvereinbarkeiten mit dem Antisemitismus
gibt es für eine gesellschaftliche Kritik, die sich auf eine revolutionäre
Tradition von den holländischen Rätekommunisten, dem Linksradikalismus
bis zum Operaismus bezieht? Im besten Fall gelingt es mir, auf einige blinde
Flecken des Wildcat-Verbundes aufmerksam zu machen.
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Initiative Sozialistisches Forum:
Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten
Antisemitismus ist die objektive Ideologie der
Barbarei, zu der das Kapitalverhältnis gemäß seiner inneren
Bestimmung wie seiner krisenhaften Notwendigkeit treibt, ist die Ideologie
seiner negativen Selbstaufhebung auf eigener Grundlage. Der Antisemitismus
ist daher so allgemein wie die totale Vergesellschaftung global: in Japan
druckt und liest man Hitlers Mein Kampf und Die Protokolle der Weisen von
Zion in Millionenauflage, indigene Gruppen in Lateinamerikas schreiben
ihre Unterdrückung dem 'Juden' Kolumbus zu und die Wall Street steht
bis heute als Synonym für 'jüdisches Finanzgebaren'.