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Statistiken und Hintergrund
Viele von Ihnen, die wegen der Verwendung des Landes und der Hausabbrüche an die israelische Regierung geschrieben haben, erhielten Antwort vom israelischen Regierungspressebüro (GPO). Die Bereitschaft der Regierung, sich mit Kritikern seiner Politik in Jerusalem zu beschäftigen, ist willkommen. Jedoch beruhen viele der präsentierten Daten auf Irrtümern und sind in einigen Fällen sogar der offiziellen Regierungsstatistik entgegengesetzt. Die israelische Regierung versucht sich von dreißig Jahren diskriminierender Politik in Ostjerusalem reinzuwaschen. Jedoch demonstrieren offizielle Regierungsstatistiken die Auswirkungen dieser Politik eindeutig. Zum Beispiel widersprechen die für die Zunahmen arabischer und jüdischer Wohnungen angegebenen Zahlen den im Jerusalemer statistischen Jahrbuch 1996 herausgegebenen offiziellen Zahlen. Entsprechend dieser Quelle haben Wohnungen im palästinensischen Sektor seit 1967 von 12.600 auf 23.073 Unterbringungseinheiten (eine Zunahme von 83%) zugenommen. Im jüdischen Sektor nahmen Wohnungseinheiten von 57.500 in 1967 auf 128.192 in 1995 zu (eine Zunahme von 123%). Weiterhin wurden fast alle Wohnungen im palästinensischen Sektor privat gebaut. Im Gegensatz dazu hat der israelische öffentliche Sektor etwa 40.000 Wohnungen für Juden gebaut. Trotz der Behauptungen des GPO, daß es in Westjerusalem mehr Abbruchbefehle und tatsächliche Abbrüche gibt als in Ostjerusalem, ist in der Tat das Gegenteil wahr. In den angegebenen Jahren, (1993-1997) erteilten die Stadt Jerusalem und das Innenministerium 147 Abbruchbefehle und betrieben 56 Abbrüche in Westjerusalem. In eben jenen Jahren erteilten die Stadt und das Innenministerium 322 Abbruchbefehle und betrieben 128 davon in Ostjerusalem. Die Tatsache, daß es zweimal so viele Abbrüche im palästinensischen Sektor gab, ist desto erstaunlicher, wenn wir bedenken, daß Palästinenser nur 30% von Jerusalems Bevölkerung ausmachen, gegenüber 70% Juden. Sowohl Palästinenser als auch Juden haben illegal in Jerusalem gebaut. Die Umstände unterscheiden sich jedoch bedeutend. Juden bauen im allgemeinen illegal, weil sie sich nicht darum kümmern, die notwendigen Genehmigungen zu erwerben. Palästinenser bauen, weil sie nicht in der Lage sind, die notwendigen Genehmigungen zu erhalten. Die Stadt hat für die meisten palästinensischen Gebiete keine Entwicklungspläne abgeschlossen und erteilt keine Baugenehmigungen in Bereichen, wo es keinen genehmigten Plan gibt. Die meisten Palästinenser in Jerusalem sind deshalb außerstande, Genehmigungen zu erhalten, ihre Häuser zu vergrößern oder neue Häuser zu bauen. Das GPO ist verschwörerisch still zu den aktuellen Wohnungsbedingungen der Palästinenser und Juden in der Stadt. Die Wohndichte der Palästinenser ist doppelt so groß wie die der Juden (2,2 Personen pro Raum vs. 1,1). Über sechzig Prozent der Palästinenser in Ostjerusalem leben in einer Wohndichte von zwei oder mehr Personen pro Raum, verglichen mit 13,5% des jüdischen Sektors. Über 27% der Palästinenser leben in einer Wohndichte von drei oder mehr Personen pro Raum, verglichen mit 2,4% im jüdischen Sektor. Das Regierungspressebüro zitiert Netanyahu, der sagt, daß Israel gleichermaßen auf das Wohl der arabischen Bevölkerung von Jerusalem wie der jüdischen verpflichtet ist. Verschiedene israelische Führer haben während der letzten 30 Jahre ähnliche Erklärungen abgegeben. Die Tatsachen zeigen jedoch etwas anderes. Seit der Besetzung von Ostjerusalem 1967 hat Israel große Stücke des Landes von Palästinensern enteignet, es ausschließlich für jüdische Wohnungen verfügbar gemacht und jüdische Viertel gebaut. Andererseits hat es die natürliche Entwicklung der palästinensischen Viertel erdrosselt und illegal gebaute palästinensische Häuser abgerissen, zweimal soviel wie illegale jüdische Häuser. Die Tatsachen sind klar: Israels Politik in Jerusalem macht einen offensichtlichen Unterschied zwischen Juden und Palästinensern. |
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