... so, hier sind die besten Fotos von Finkenbach, Burg Herzberg und let love rule ... (ich hoffe, bei euch kommt das auch alles so wohlsortiert aufm Bildschirm an, wie ich es hier habe)

oder nein, erstmal ein spirituelles Dokument besonderer Art, wie unser Obergeist, der Weserkönig auf seiner Festivalreise nach Duisburg und Lingen (Abifestival) im Rhein bei Wesel ein Bad nahm. Er wollte seinen Vetter, den alten Herrn vom Rhein besuchen, ... eben taucht er wieder auf, ein bißchen naß, aber wir haben ja ein Handtuch dabei.
 
 

In Finkenbach im Odenwald ist es ganz idyllisch, denkt mal dran nächstes Jahr hinzufahren. Hier ist viel Selbstorganisation möglich, Mani Neumeier & Freunde organisieren das, ich hab darüber einen kleine Artikel mit Interview in Vorbereitung, vorab die stimmungsvollsten Fotos:
das Gewässer ist der Finkenbach, dem ist eben ein musikalischer Geist entstiegen, ein gehörnter Elf mit Posaune. Später trieb er sich noch verschiedentlich auf dem weitläufigen Gelände herum, zum Beispiel im Zelt eine Hippiefamilie, die Yogi-Tee verkauft, und Samstag Nacht auf der Bühne, als Mani Neumeier und Conni Maly ihr rock-technoides Crossover vorführten ... darüber später ausführlich!

... so, mal kucken, wo hier zwischen den Fotos noch Platz zum schreiben ist, jetzt sollen nämlich die Bilder von Burg Herzberg kommen.

Burg Herzberg - ein Hippiefestival, und so wohltuend politisch deutlich, das ist die Richtung, wo unsere alternative Kultur sich hinentwickeln muß. Außerdem scheint nun gewissermaßen eine Abnabelung vom alleinigen alten Roch'n'Roll vollzogen und der Anfang eines 
Zusammengehens mit der Technokultur. In einem Fallschirmzelt wird für wer will Pizza aus dem Lehmofen geholt, oder wie gefällt euch dieses Tipi aus zusammengenähten alten Klamotten? Auf dem weitläufigen Gelände ist überall Platz zum sitzen und sich unterhalten, und schließlich noch ein Bild von der Bühne mit großen Transparenten von Che Guevara, gegen Rassismus und gegen den Krieg "Nie wieder Krieg!" Kalle Becker, der erste oder zweite Diener des Party-Volks von Burg Herzberg hat sich mit einem geblümten Hippiegeist angefreundet, er ist gestreßt und kann ein paar Inspirationen gebrauchen. Den Sommerfrischler mit dem Strohhut sollte man übrigens auch mal kennenlernen, es ist Tilman aus Kassel, wo er einen besuchenswerten Buchladen mit allerdings nur alten, zerlesenen Büchern macht (Langestr 17!).

let love rule 2001 war etwas kürzer als letztes Jahr, nur Samstag und Sonntag, dafür richtig entspannend, gute Musik, die Nacht konnte man wohl durchhalten, und am Morgen gabs das gesponserte Chilloutmüsli .. es geht nämlich auch darum, die Subkulturen näher zusammenzubringen, ökologische Ansätze zu den Goa-Hippies, Techno zu den Rockern ... hier geht es echt künstlerisch zu, es ist tatsächlich möglich, eine gemähte Wiese ästhetisch zu gestalten, und manche lieblos gemachte Festivals könnten hier viel lernen - ich denke da an welche, wo es schick ist, die Pullen und Dosen rumzuschmeißen, sich die Füße in den Scherben aufzuschneiden, aber Hauptsache Alk! oder?

"sehnsedahastes" machen Stringart ...    Quadrophonie in vier Tipis ...
Anne, Micha, Robert und zwei Tanzgespenster ... und noch mehr Tänzer ...

Na?! Lust gekriegt? Der Sommer ist noch nicht zu Ende, klick mal zurück und schau im Programm nach, wo du noch hin kannst ... wir sehn uns!
                                            Herrmann
 
 

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